Trade-Review und Handelsempfehlungen zum japanischen Yen
Der Preistest bei 156,72 erfolgte in einem Moment, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen, was einen gültigen Einstiegspunkt für Dollar-Verkäufe bestätigte. Im Anschluss kam es jedoch zu keinem nennenswerten Rückgang des Währungspaares.
In den kommenden Stunden werden die Märkte ihre volle Aufmerksamkeit auf zentrale Indikatoren richten, die die weitere Richtung von USD/JPY bestimmen könnten. Dazu gehören der US-Arbeitsmarktbericht Nonfarm Payrolls für April sowie die Arbeitslosenquote. Diese Daten sind das wichtigste Barometer für den US-Arbeitsmarkt. Ein starker Bericht – hohe Beschäftigungszuwächse und sinkende Arbeitslosigkeit – wird die „Falken“ innerhalb der Federal Reserve (deren Zahl bereits bei vier liegt) stärken und könnte eine erwartete Lockerung der Geldpolitik verzögern oder sogar die Frage zusätzlicher Zinserhöhungen wieder auf die Tagesordnung setzen. Umgekehrt würde schwache Datenlage den Druck auf die Notenbank erhöhen.
Zusätzlichen Kontext liefern die Indikatoren der University of Michigan: das Verbrauchervertrauen und, noch wichtiger, die Inflationserwartungen. Sollten Verbraucher in ihren langfristigen Prognosen mit einer beschleunigten Inflation rechnen, wäre dies ein beunruhigendes Signal für die Fed.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich hauptsächlich auf die Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute plane ich, USD/JPY zu kaufen, falls der Einstiegspunkt bei etwa 156,85 (grüne Linie im Chart) erreicht wird, mit Ziel eines Anstiegs auf 157,55 (dickere grüne Linie). Bei rund 156,55 werde ich Long-Positionen schließen und im Gegenzug Short-Positionen eröffnen (in Erwartung einer Korrektur von 30–35 Punkten). Ein Anstieg des Währungspaares ist heute nur bei starken US-Konjunkturdaten möglich. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD über der Nulllinie liegt und beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich erwäge außerdem den Kauf von USD/JPY, wenn das Niveau von 156,61 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial begrenzen und eine Aufwärtsumkehr auslösen. In diesem Fall ist ein Anstieg in Richtung 156,85 und 157,55 zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, USD/JPY zu verkaufen, nachdem 156,61 (rote Linie im Chart) nach unten durchbrochen wurde. Dies sollte zu einem raschen Rückgang des Währungspaares führen. Das Hauptziel der Verkäufer liegt bei 156,06; dort werde ich Short-Positionen schließen und sofort Käufe in die Gegenrichtung eröffnen (in Erwartung einer Gegenbewegung von 20–25 Punkten). Mit schwachen US-Daten ist heute mit einer Rückkehr des Verkaufsdrucks zu rechnen. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD unter der Nulllinie liegt und beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich erwäge außerdem den Verkauf von USD/JPY, wenn das Niveau von 156,85 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Ein Rückgang in Richtung 156,61 und 156,06 ist dann zu erwarten.

Was im Chart zu sehen ist:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Instruments
- Breite grüne Linie – erwartetes Take-Profit-Niveau bzw. Zone für manuelle Gewinnmitnahme, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Instruments
- Breite rote Linie – erwartetes Take-Profit-Niveau bzw. Zone für manuelle Gewinnmitnahme, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- MACD-Indikator – beim Eingehen von Trades ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen
Wichtiger Hinweis: Anfänger im Forex-Handel müssen bei Entscheidungen über den Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss können Sie Ihre gesamte Einlage sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein geeignetes Money Management verwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Trading-Plan, ähnlich dem oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind von vornherein eine Verluststrategie für Intraday-Händler.
