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FX.co ★ GBP/USD – Smart Money Analyse: Normale Marktbedingungen kehren nach dem Feiertags-Montag zurück

GBP/USD – Smart Money Analyse: Normale Marktbedingungen kehren nach dem Feiertags-Montag zurück

GBP/USD – Smart Money Analyse: Normale Marktbedingungen kehren nach dem Feiertags-Montag zurück

GBP/USD tendiert insgesamt weiter nach unten. Am Montag fanden die Bullen kurzzeitig Anlass zur Hoffnung, als das Pfund nach Berichten über den Rücktritt des britischen Premierministers Keir Starmer zulegen konnte. Doch auf den Montag folgte der Dienstag, und die Marktrealität kehrte schnell zurück. Derzeit sieht diese Realität so aus, dass sich der US‑Dollar unabhängig von den Rahmenbedingungen weiter aufwertet.

Die Federal Reserve hat vor einer Woche eine eher unerwartete Haltung eingenommen, doch inzwischen ist bereits eine ganze Woche vergangen. Der geopolitische Konflikt im Nahen Osten ist zu Ende gegangen, die Straße von Hormus ist offen – oder könnte in naher Zukunft vollständig wieder geöffnet werden – und die Ölpreise sind bereits wieder nahe an ihre Vorkriegsniveaus zurückgekehrt. Keiner dieser Faktoren hat bislang spürbare Auswirkungen auf die Händler oder auf den Dollar gehabt.

Hinzu kommt, dass der Rückgang, der vergangenen Mittwoch begonnen hat, so stark ausgefallen ist, dass der Kurs nicht einmal in die nächstgelegene bärische Imbalance (Imbalance 21) zurücklaufen konnte, die den Tradern normalerweise eine Möglichkeit zum Aufbau von Short-Positionen bieten würde. Die Situation ist in gewisser Weise paradox: Einerseits liegt ein ausgeprägter Trend vor, andererseits gibt es weder klare Handelssignale noch ein eindeutiges Verständnis dafür, was diesen Trend antreibt. Entsprechend würde ich mir derzeit keine Sorgen machen, dass man Short-Chancen verpasst. Die aktuelle Bewegung ist für mich nicht vollständig nachvollziehbar, sie könnte jederzeit enden, und es gibt im Moment weder eindeutige Verkaufssignale noch Kaufsignale.

Der US‑Dollar neigt in Phasen geopolitischer Spannungen dazu, sich besser zu entwickeln als Euro oder Pfund. Daher könnten beide europäischen Währungen noch Unterstützung erhalten, falls sich die Risikoaversion weiter abbaut. Der Markt bleibt derzeit jedoch vorsichtig, was die Vereinbarung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten angeht, und wartet auf die vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus, was für sich genommen keine einfache Aufgabe ist. Nichtsdestotrotz lässt sich nun sagen, dass der Krieg – zumindest vorerst – offiziell beendet ist.

Die Federal Reserve hat eine starke Rally des US‑Dollars ausgelöst, dennoch verstehe ich nach wie vor nicht vollständig, was den anhaltenden Abwärtsdruck auf GBP/USD speist. Meiner Ansicht nach bleibt der übergeordnete Trend trotz der starken Rückgänge des Paares in diesem Jahr bullish.

Aus charttechnischer Sicht hat sich in der vergangenen Woche eine neue bärische Imbalance (Imbalance 21) gebildet. Folglich können Trader auf Marktreaktionen auf dieses Muster achten, um darauf basierend Short-Positionen zu eröffnen. Erwähnenswert ist außerdem die Nähe zum Zwischentief vom 31. März, das zu einem Ziel für eine Liquiditätssammlung werden könnte. Sollte es dazu kommen, könnten die Bullen genügend unterstützende Faktoren erhalten, um einen Gegenangriff zu starten. Vorerst bleibt das kurzfristige technische Bild jedoch bärisch.

Auch das konjunkturelle Umfeld am Dienstag spielte den Bären in die Karten. Die PMI-Daten für Juni aus dem Vereinigten Königreich blieben hinter den Erwartungen zurück. Der Services PMI fiel von 49,3 auf 48,7, während der Manufacturing PMI von 53,9 auf 53,1 zurückging. In beiden Fällen hatten die Marktteilnehmer mit deutlich besseren Werten gerechnet.

Das übergeordnete fundamentale Bild lässt mich weiterhin auf eine langfristige Schwäche des US‑Dollars schließen. Weder der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten noch die Möglichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve im Jahr 2026 haben diese Einschätzung verändert. Die geopolitischen Entwicklungen haben den Markt nur vorübergehend an den Status des Dollars als „sicheren Hafen“ erinnert, doch insgesamt bleibt das Umfeld für die US‑Währung weniger günstig.

Die Federal Reserve könnte 2026 die Zinsen anheben, was den Dollar stützen würde. Es ist jedoch wichtig, daran zu erinnern, dass eine straffere Geldpolitik auch die US‑Wirtschaft bremsen würde. Außerdem wurde Kevin Warsh von Donald Trump nicht deshalb als Vorsitzender des FOMC eingesetzt, um die Zinsen aggressiv anzuheben. Meiner Auffassung nach wäre jede Straffung – falls sie kommt – wahrscheinlich nur vorübergehend, um die Inflation rasch zu drücken, bevor die Federal Reserve schließlich wieder zu einer großzügigeren Geldpolitik übergeht.

Ich gehe daher davon aus, dass jede Dollaraufwertung wahrscheinlich nur temporär sein wird. Dennoch sollten Trader die aktuelle Chartstruktur nicht ignorieren, da sie weiterhin auf eine hohe Wahrscheinlichkeit weiterer Rückgänge bei GBP/USD in den kommenden Wochen hindeutet. Sollte sich das technische Bild wieder ins Bullishe drehen, würden dann sowohl die fundamentale als auch die technische Perspektive in dieselbe Richtung weisen.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich

  • Vereinigte Staaten – New Home Sales (14:00 UTC)

Der Wirtschaftskalender für den 24. Juni enthält nur ein zweitrangiges Ereignis. Daher ist der Einfluss der Konjunkturdaten auf die Marktstimmung am Mittwoch voraussichtlich gering.

GBP/USD Prognose und Trading-Ideen

Der langfristige Ausblick für GBP/USD bleibt bullish, doch aktuell ist lediglich das bärische Muster Imbalance 21 aktiv. Trader können sich daher derzeit nur auf mögliche Reaktionen auf dieses Muster und auf die Aussicht auf einen erneuten Rückgang konzentrieren, wenn sie nach neuen Handelsgelegenheiten suchen.

Sollte dieses Muster ein neues Verkaufssignal liefern, könnte das Pfund in Richtung 1,3007 fallen – jenes Niveau, bei dessen Unterschreitung die übergeordnete bullishe Struktur hinfällig würde. Das wichtigste Argument zugunsten der Bullen ist momentan die Nähe zum Tief bei 1,3158, das als Liquiditätsziel dienen könnte. Diese Liquidität ist bislang jedoch noch nicht abgegriffen worden.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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