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FX.co ★ EUR/USD – 24. Juni: Der Euro setzt seine Talfahrt fort

EUR/USD – 24. Juni: Der Euro setzt seine Talfahrt fort

Das Währungspaar EUR/USD setzte seinen Rückgang am Dienstag fort und konsolidierte sich unter dem 100,0%-Fibonacci-Retracement-Niveau bei 1,1409. Infolgedessen könnte die Abwärtsbewegung sich in Richtung des nächsten Retracement-Niveaus von 127,2% bei 1,1291 fortsetzen. Ein Schlusskurs über 1,1409 würde den Euro begünstigen und eine moderate Erholung in Richtung des 76,4%-Fibonacci-Niveaus bei 1,1514 unterstützen.

EUR/USD – 24. Juni: Der Euro setzt seine Talfahrt fort

Die Wellenstruktur im Stundenchart bleibt bärisch. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle hat das vorherige Hoch überschritten, während die jüngste Abwärtswelle das vorherige Tief nach unten durchbrochen hat und sich weiterhin entwickelt. Die geopolitischen Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Wochen deutlich verbessert; dennoch hat die Federal Reserve einen neuen bärischen Angriff ausgelöst, der bisher nichts von seiner Dynamik eingebüßt hat. Für eine umfassende Fortsetzung des Abwärtstrends wären weitere Katalysatoren erforderlich, die ich aktuell nicht erkenne, doch die Bullen leisten praktisch keinen Widerstand.

Am Dienstag stand der Euro weiterhin unter Druck. Zunächst fielen die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungs- und den verarbeitenden Sektor in Deutschland und in der Eurozone schwächer aus als von den Märkten erwartet. Anschließend deutete Christine Lagarde an, dass weitere geldpolitische Straffungen eher als Möglichkeit denn als feste Zusage zu verstehen seien. Auch wenn ich diese Entwicklungen nicht für gravierend genug halte, um einen ununterbrochenen Abwärtsdruck zu rechtfertigen, muss man anerkennen, dass der Euro derzeit nur sehr wenig negative Nachrichten braucht, um weiter nachzugeben. Die Bären behalten die Oberhand, schlicht weil die Bullen keinen Widerstand leisten. Korrektive Gegenbewegungen sehen wir derzeit nicht einmal.

Daher kann sich der Rückgang des Euro auch heute in Abwesenheit neuer Nachrichten fortsetzen. Unter den aktuellen Bedingungen sehe ich kaum Anlass, den Fokus auf geopolitische Entwicklungen zu legen, da diese offenbar keinen Einfluss mehr auf den Wechselkurs des Dollar haben. In der vergangenen Woche haben Iran und die Vereinigten Staaten Verhandlungen über den Nuklearstatus Irans aufgenommen, ein Übergangsabkommen unterzeichnet, die Straße von Hormus wieder geöffnet und mit der Lockerung von Sanktionen und Beschränkungen begonnen. Dennoch hat all diese Nachrichtenlage letztlich den Dollar gestützt, der zuvor vom Markt als sicherer Hafen betrachtet worden war. Zudem halte ich die Haltung des FOMC nicht für ausreichend „hawkish“, um eine Dollar-Rallye zu rechtfertigen, die länger als eine Woche anhält.

EUR/USD – 24. Juni: Der Euro setzt seine Talfahrt fort

Im 4-Stunden-Chart hat sich das Währungspaar unterhalb des 100,0%-Fibonacci-Retracement-Levels bei 1,1411 konsolidiert, was die Erwartung eines weiteren Rückgangs des Euro begünstigt. Auf dem CCI-Indikator bildet sich eine bullische Divergenz aus, die den Vormarsch der Bären stoppen könnte, derzeit bleibt sie jedoch lediglich ein vielversprechendes Signal im Chart. Die Bären ignorieren weiterhin alle Gegenargumente und halten den Abwärtsdruck aufrecht.

Commitments of Traders (COT) Report:

EUR/USD – 24. Juni: Der Euro setzt seine Talfahrt fort

In der jüngsten Berichts­woche eröffneten professionelle Trader 8.441 Long-Positionen und schlossen 11.980 Short-Positionen. In den sieben Wochen im Februar und März verschwand der überwältigende Vorteil der Bullen infolge des Konflikts mit Iran. In den vergangenen zwölf Wochen hat sich die Lage jedoch im Zuge der Aussetzung der Kampfhandlungen im Nahen Osten normalisiert, und die Bullen haben ihre Dominanz zurückgewonnen. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen beträgt nun 228.000, verglichen mit 193.000 Short-Positionen.

Insgesamt betrachten die großen Marktteilnehmer den Euro weiterhin aus langfristiger Sicht positiv. Natürlich wirken sich verschiedene globale Entwicklungen – an denen es in den vergangenen Jahren nicht gemangelt hat – weiter auf die Stimmung der Investoren aus. Insbesondere bleibt die Aufmerksamkeit der Märkte auf den Nahen Osten gerichtet, wo die Kampfhandlungen derzeit ruhen und ernsthafte Verhandlungen stattfinden, die letztlich zu Frieden führen könnten. Der Markt ignoriert jedoch weiterhin die Verbesserung der geopolitischen Lage sowie viele andere Faktoren, die den Euro stützen.

Nachrichtenkalender für die USA und die Eurozone:

  • Deutschland – Ifo-Geschäftsklimaindex (08:00 UTC).
  • Vereinigte Staaten – Neubauverkäufe (14:00 UTC).

Der Wirtschaftskalender für den 24. Juni enthält zwei Termine, von denen keiner als besonders wichtig gilt. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass das makroökonomische Umfeld die Marktstimmung am Mittwoch nennenswert beeinflusst.

EUR/USD-Prognose und Trading-Tipps:

Long-Positionen können heute in Erwägung gezogen werden, wenn das Paar auf dem Stundenchart über 1,1409 schließt, mit einem Ziel bei 1,1514. Short-Positionen konnten zuvor nach einem Schlusskurs unter 1,1578 und erneut nach einem Schlusskurs unter 1,1514 eröffnet werden, mit einem Ziel bei 1,1411. Dieses Ziel wurde bereits erreicht. Neue Short-Positionen konnten gestern nach einem Schlusskurs unter 1,1409 mit einem Ziel bei 1,1291 eröffnet werden. Diese Positionen können heute weiterhin gehalten werden.

Die Fibonacci-Gitter sind im Stundenchart von 1,1409 bis 1,1850 und im 4-Stunden-Chart von 1,1411 bis 1,1850 aufgespannt.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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