Der US‑Dollar setzt seine leichte Abwärtsbewegung fort, nachdem die kurzlebige Rallye im Anschluss an die jüngste geldpolitische Sitzung der Federal Reserve verpufft ist. Marktteilnehmer richten ihren Fokus nun auf die anstehenden Beschäftigungsberichte für Juni von ADP und dem U.S. Department of Labor.
Wie erwartet dürfte der US‑Dollar seinen allmählichen Rückgang bis Ende Juni fortsetzen, während die Märkte auf neue Daten vom US‑Arbeitsmarkt warten, die die Richtung sowohl des Dollars als auch der breiteren Finanzmärkte vor der Veröffentlichung der Verbraucherpreisdaten bestimmen könnten.
Warum fällt der Dollar?
Meiner Ansicht nach ist der Hauptgrund der jüngste Rückgang der Rohölpreise, der voraussichtlich sowohl weltweit als auch in den Vereinigten Staaten dämpfend auf die Inflation wirkt. Sollte sich dies bestätigen, könnte die deutlich restriktive Botschaft der Mitglieder des Federal Open Market Committee (FOMC) – die nach der Sitzung in diesem Monat signalisiert hatten, dass die Zinsen bis zum Jahresende ein- oder zweimal angehoben werden könnten – allmählich an Wirkung verlieren.
Diese Erwartungen könnten sich deutlich abschwächen, falls der Verbraucherpreisindex (CPI) für Juni selbst nur eine moderate Verlangsamung der Inflation ausweist.
Kommt es zu diesem Szenario, könnte der US Dollar Index zunächst in Richtung der Marke von 100 fallen. Sollten weitere Inflationsindikatoren für Juni, wie der Personal Consumption Expenditures (PCE) Price Index, nachlassenden Preisdruck bestätigen, könnte der Index seinen Rückgang in Richtung 98 ausweiten.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass die jüngste Eskalation der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran, die die Rohölpreise zwar vorübergehend nach oben getrieben hat, dem US‑Dollar am Forex‑Markt keine nennenswerte Unterstützung bieten konnte. Dafür gibt es zwei Hauptgründe. Erstens bewegen sich die Ölpreise nach wie vor in der Nähe ihres Niveaus vom Ende Februar. Zweitens lasten die Erwartungen einer nachlassenden Inflation in den Vereinigten Staaten weiterhin auf den Renditen von Staatsanleihen, einschließlich der richtungsweisenden 10‑jährigen Treasury Note und der 2‑jährigen Treasury Note, die traditionell schnell auf Änderungen in den Erwartungen zur Geldpolitik der Federal Reserve reagieren.
Was ist heute zu erwarten?
Ich gehe davon aus, dass der US‑Dollar bis Mittwoch, wenn ADP seinen Bericht zur Beschäftigung im Privatsektor veröffentlicht, unter Druck bleiben dürfte.
Tägliche Prognose


NZD/USD
Das Währungspaar bewegt sich in einer engen Spanne zwischen 0,5625 und 0,5655, während Anleger auf neue US-Konjunkturdaten warten. Sollten die anstehenden Zahlen den US-Dollar belasten, könnte NZD/USD nach oben aus dieser Spanne ausbrechen und in Richtung 0,5700 steigen. Ein Ausbruch über 0,5658 könnte als potenzielles Kaufsignal dienen.
#NDX
Der NASDAQ 100 Futures-CFD wird derzeit über 28.910,00 gehandelt. Zunehmende Anzeichen dafür, dass die durch künstliche Intelligenz getriebene Rally an Schwung verliert, könnten den Kontrakt unter dieses Niveau drücken und den Weg für einen Rückgang in Richtung 28.209,50 eröffnen. Ein Durchbruch unter 28.811,90 könnte als potenzielles Verkaufssignal dienen.
